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Religiöse Orte entdecken – Qualifizierungsangebot stieß auf große Resonanz

Im Vorfeld der Aktionstage „Religion in der Stadt – Besondere Räume entdecken“ hat der Initiativkreis DiReKiJu des Berliner Forums der Religionen ein Qualifizierungsprogramm zur erfahrungsbezogenen Religionspädagogik entwickelt. Ziel des Angebots war es, haupt- und ehrenamtlich Engagierte aus Religionsgemeinschaften dabei zu unterstützen, ihre religiösen Orte für Schüler:innen ansprechend zu erschließen und Begegnungen lebendig sowie dialog- und erfahrungsorientiert zu gestalten.

Bereits im Januar 2026 wurden im Rahmen eines Workshops auf einem Aktionstag des BKRW und der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Bedarfe und Wünsche der Teilnehmenden gesammelt. Auf dieser Grundlage entstand das Qualifizierungsangebot, das sich an haupt- und ehrenamtliche Mitglieder von Religionsgemeinschaften, Pädagog:innen, Multiplikator:innen sowie Interessierte aus interreligiösen Initiativen, Kulturprojekten und der Stadtteilarbeit richtete.

An zwei Fortbildungstagen, am 19. und 26. April 2026, kamen insgesamt 24 Teilnehmende aus unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Gemeinden zusammen. Die Veranstaltungen fanden an verschiedenen religiösen Orten in Berlin statt: in der Berliner Stadtmission, im Dominikanerkloster St. Paulus des Erzbistums Berlin sowie in der Neuköllner Begegnungsstätte e. V. Das religionsübergreifend zusammengestellte Referent:innenteam eröffnete vielfältige Perspektiven auf religiöse Räume und deren Vermittlung.

Das Qualifizierungsprogramm umfasste vier aufeinander aufbauende Module. Im Mittelpunkt standen die Grundlagen der erfahrungsbezogenen Religionspädagogik, pädagogische und dialogische Haltungen sowie Methoden, mit denen religiöse Räume durch Entdecken, Begegnung und eigene Erfahrungen erschlossen werden können. Praxisbeispiele vor Ort ermöglichten neue Zugänge zur Wahrnehmung sakraler Räume und regten den Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener religiöser Traditionen an. Weitere Schwerpunkte waren interreligiöse Perspektiven, didaktische Methoden wie Storytelling, sinnliche Zugänge und Stationenlernen sowie der angemessene Umgang mit Fragen, Vorwissen und religiöser Sprache. Den Abschluss bildeten die Entwicklung eigener Exkursionskonzepte und eine gemeinsame Reflexion der erarbeiteten Ideen.

Besonders bereichernd war der intensive Austausch der Teilnehmenden über ihre Erfahrungen bei Führungen durch religiöse Orte. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre wurden unterschiedliche Vermittlungsansätze diskutiert und weiterentwickelt. Humor, Spielfreude und vielfältige Interaktionsmöglichkeiten prägten die Fortbildung ebenso wie Gespräche über eine sensible Vermittlung von Religionen, orientiert am Beutelsbacher Konsens, und die Frage, welche Rolle spirituelle Bildung in der pädagogischen Praxis spielen kann.

Die Resonanz auf das Qualifizierungsangebot fiel durchweg sehr positiv aus. Besonders geschätzt wurden der hohe Praxisbezug, die abwechslungsreichen didaktischen Methoden, die anschaulichen Führungen an den verschiedenen Orten sowie die fachliche Kompetenz des interreligiösen Referent:innenteams. Viele Teilnehmende nahmen konkrete Anregungen für die Gestaltung eigener Führungen mit und betonten, wie wichtig eine zielgruppenorientierte und erfahrungsbezogene Vermittlung ist, um Schüler:innen die Besonderheiten religiöser Räume nahezubringen. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach einer Vertiefung des Formats deutlich, um die vielfältigen Themen künftig noch intensiver bearbeiten zu können.

Mit dem Qualifizierungsangebot ist ein wichtiger Baustein für die Vorbereitung der Aktionstage „Religion in der Stadt – Besondere Räume entdecken“ entstanden. Es hat gezeigt, wie bereichernd gemeinsame Lernprozesse über Religionsgrenzen hinweg sein können und wie religiöse Orte als Räume der Begegnung, des Dialogs und des gemeinsamen Entdeckens erfahrbar werden.