Am 12. und 18. Juni 2025 luden der Initiativkreis Dialog für Kinder und Jugendliche (DiReKiJu) und das Junge Forum der Religionen in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung zu einer besonderen Dialogwerkstatt ein. Unter dem Titel „Antisemitismus und Rassismus besprechbar machen“ kamen Pädagog*innen sowie an Menschen, die sich in religiösen Gemeinschaften engagieren in den Räumen der Landeszentrale in der Hardenbergstraße zusammen.
Ziel war es, einen geschützten Rahmen für den interreligiösen und politischen Austausch zu schaffen – und gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie sich über diese sensiblen Themen offen sprechen lässt.
Die Dialogwerkstatt war bewusst als zweiteilige Veranstaltung konzipiert. Die Referent*innen Seda Colak und Jules Alkanaan von BildungsBausteine e.V. gaben zunächst kompakte fachliche Inputs:
- Was genau bedeuten Antisemitismus und Rassismus?
- Wie wirken sich Stereotype und Diskriminierung im Alltag aus?
Anhand eindrücklicher Erklärvideos wurden Begriffe greifbar gemacht. Anschließend positionierten sich die Teilnehmenden im Raum zu typischen Phrasen und Stigmatisierungen – eine Methode, die zum Nachdenken und Diskutieren anregte.
In Arbeitsgruppen ging es danach um persönliche und professionelle Fragen:
- Wann bin ich erstmals mit Antisemitismus oder Rassismus in Berührung gekommen?
- Welche Gefühle löste das aus?
- Wie kann ich im beruflichen Kontext sensibel und professionell reagieren?
Die Ergebnisse wurden im Plenum diskutiert, ergänzt durch persönlichen Austausch, in dem auch Betroffenheit Raum hatte und Solidarität spürbar wurde.
Das Feedback war durchweg positiv: Die Teilnehmenden betonten, wie wertvoll es ist, Wissen zu vertiefen und gleichzeitig im Dialog voneinander zu lernen. Auch wenn die Themen fordernd waren, zeigte sich: Offene Gespräche fördern Verständnis, stärken Kompetenzen und helfen, schwierige Situationen konstruktiv anzugehen.
Die Zeit verging wie im Flug – viele hätten sich noch mehr gewünscht. Deshalb steht fest: Dieses Kooperationsformat wird fortgeführt. Erste Vorgespräche für die nächste Dialogwerkstatt laufen bereits.
Wir freuen uns darauf, bald wieder gemeinsam einen Raum zu schaffen, in dem schwierige Themen respektvoll, offen und konstruktiv besprochen werden können.
